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2015/01/22

Filme im Onlinemarketing 2015

Nach den vielen Rückblicken zum Jahresende, wollen wir hier eine Einschätzung zum Thema Online-Marketing für 2015 wagen.

Nach der Integration von Video-Kampagnen in Google AdWords, wurde nach den Targeting- und Budgetierungsoptionen nun auch in Sachen Statistik nachgelegt. Bisher gab keine Möglichkeit zu erkennen, wie oft Filme ausserhalb der Kampagne auf YouTube angesehen wurden. Nun wurde auch das Verhältnis bezahlter und unbezahlter Video-Views in die Statistiken integriert.

Filme im Onlinemarketing

Auf der CES gab es natürlich auch zukunftsweisende Neuigkeiten. Wie verlautbart, wird YouTube in Kürze 360°-Videos unterstützen wird. Die Technologie selbst ist zwar noch sehr jung, von einer schnelleren Fortentwicklung ist aber auszugehen. Diese Darstellungsform steht damit einem vergrößerte Publikum, bei gleichzeitiger Embedded-Möglickeit, zur Verfügung. Noch spannender werden dann die nächsten Schritte sein. Da wäre zum Beispiel die Verbindung zwischen 360-Grad-Filmen und den YouTube-Streaming-Diensten, die sehr viel neue Möglichkeiten bietet und auch im Event- und Messebereich ihren Einsatz finden wird. Warum nicht mal beim Live-Konzert neben dem Sänger auf der Bühne stehen? Und auch wenn es in diesem Bereich kürzlich zu einen Rückschlag kam, ist ebenfalls davon auszugehen, dass Google ein großes Interesse daran hat, die Kompatibilität dieser Filme mit Google-Glass zu schaffen. Das gilt natürlich auch für die anderen Hersteller von VR-Brillen, denen sich damit unverhofft neue Content-Strategien bieten. Auch das Thema Augmented Reality wird mit der Ankündigung der kabellosen „Microsoft Hololens“ wieder neuen Aufschwung bekommen. Die neue Brille benötigt Dank integrierter CPU und WLAN keine externen Geräte und funktioniert im Akkubetreib kabellos. Bei der Hololens-Präsentation wurde in Sachen Bildqualität eine neues Level erreicht. Ob diese Qualität dann ausreicht, um wie ebenfalls in der Präsentation zu sehen, Filme auf virtuellen Abspielgeräten zu zeigen, wird sich zeigen.

Aber auch außerhalb von Google und Microsoft gibt es Neuigkeiten. Twitter hat jetzt erstmals Details zum Videoplayer genannt. Nutzer sollen die Möglichkeit bekommen die Filme direkt hochzuladen. In nächster Zeit sollen vermehrt Auto-Play-Filme im Feed gezeigt werden. Diese sollen automatisch für sechs Sekunden laufen (Was die Twitter-User davon halten, bleibt abzuwarten) und müssen dann vom Nutzer angeklickt werden, um in voller Länge abgespielt zu werden. Auch die obligatorischen Miniatur-Vorschauen dürfen natürlich nicht fehlen. Ob es wie bei den Buchstaben auch ein Zeitlimit geben wird, ist momentan noch nicht bekannt. Die Twitter-Neuigkeiten überzeugen zwar nicht unbedingt durch Innovation, für die Verbreitung von Film im Online-Marketing sind sie aber beachtlich. Vor Twitter hatte ja bereits Facebook, Instagram & Flickr die Möglichkeit geboten, Videos auf die Website zu laden und anderen Nutzern in guter Qualität zugänglich zu machen. Momentan darf zum Beispiel ein Flickr-Video eine Auflösung von bis zu 1080p haben, 1 GB groß sein und drei Minuten dauern.

Und noch ein Punkt wird die Anwendung von Filmen im Onlinemarketing verändern. Die ITU hat 2013 den Video-Kompressionsstandard H.265 freigegeben. Inzwischen unterstützen immer mehr Ausgabegeräte, vom Handy bis zum Fernseher, den neuen Codec. Was bedeutet das? Ganz einfach. Die bereits jetzt breitbandig angebundenen Nutzer profitieren von höherer Bild- und Tonqualität. In ländlichen Gebieten können Streamingangebote überhaupt erst sinnvoll dargestellt werden.

Für 2015 rechnen die Experten von JOM insgesamt mit etwas weniger Wachstum bei den Netto-Werbeausgaben. Davon ausgeschlossen ist der Online-Werbefilme. Hier rechnet man mit einer Verdoppelung der Ausgaben. Grundsätzlich wird die Dezentralisierung des Zuschauers weiter voranschreiten. Es werden noch mehr neue Plattformen entstehen und damit auch noch mehr Anwendungsmöglichkeiten für Film und visuellen Content im Onlinemarketing. Dieser Umstand bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich. Die Targeting-Möglichkeiten werden den Bedarf an spezialisierten Content steigen lassen. Dieser muss sowohl den plattformabhängigen und technischen Anforderungen gerecht werden aber trotzdem in den konzeptionellen Rahmen der Werbe- und Marketing-Kampagnen passen.